Lebenskunst ~ Chronik der Glückseligkeit. Ideen für dein Yoga-Tagebuch

Zum Abschluss der ersten Woche von #21DaysofOm dreht sich alles um deine eigene "Chronik der Glückseligkeit", auch bekannt als Yogatagebuch: was es dir bringt und wie es aussehen kann.

 

Wusstest du, dass Tagebuchführer ihr Leben als lebendiger, bunter und länger beschreiben, als die Nicht-Schreiber? Ist ja auch logisch, denn für die "Diaristen" unter uns verschwimmen Erlebnisse nicht in einem Erinnerungsbrei, sondern bleiben in ihrer Einzigartigkeit noch lange in unserem Gedächtnis bestehen.

 

Tagebuchführen ist also eine "natürliche Lebensverlängerung", genau wie die Asana-Praxis! Warum also nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und zwei Praktiken verbinden, die dich total weise, glücklich und gesund machen? Ganz genau: Yoga + Tagebuch = Guttigut.


Pflück dir aus meinen Vorschlägen, was dir gefällt und vergiss nicht, zu kommentieren, um am Gewinnspiel teilzunehmen!

 

:-* Muah, Susanna


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Yoga & Tagebuch

Ein ungewöhnliches Dream-Team

 

Das leere Blatt Papier erschreckt mich nicht, im Gegenteil. Es ist meine Definition vollkommener Freiheit. Hier tobe ich mich aus, verdaue, plane, erträume mein Leben.

 

Was hat Yoga damit zu tun? Die Yogapraxis ist dem leeren Blatt Papier recht ähnlich: auch im Yoga entleeren wir uns von den Verkrustungen des Alltags. Wir schöpfen Klarheit und neuen Mut. Yogapraxis und Tagebuchführen in jeglicher Form fördern die Kreativität, lindern Stress, klären Gefühle und eröffnen hilfreiche neue Perspektiven.


 

Was nutzt ein Yoga-Tagebuch?

Nicht selten sitze ich nach einer guten Yoga-Einheit mit meinem Yoga-Rudel um den Tisch. Wir unterhalten uns darüber, was wir über uns selbst gelernt haben, welche Lösung plötzlich auftauchte oder was wir in unserem Leben nun anpacken möchten. Das macht die Yogapraxis so besonders: gibst du ihr dein Bestes, zeigt sie dir dein Bestes.

 

Aus Erfahrung weiß ich aber auch, dass dieser Glanz im Alltag schnell verblassen kann. Wir vergessen zuerst den Geschmack des Glücks und dann vergessen wir, dass es echt war.

 

Und genau dann kann ein Tagebuch dich an all das erinnern, was für dich wichtig und richtig ist. Es ist dein Logbuch, das dir hilft, den Kurs zu halten, der dir am Herzen liegt.

 

Eine Schatztruhe für Lehrer

Wenn du Yoga unterrichtest, kann ein Tagebuch zur wertvollen Ressource deiner Arbeit werden. In meinem Fall war es sogar so, dass mir das Schreiben klargemacht hat, dass ich nichts lieber tun möchte, als zu unterrichten!

 

Nachdem ich einige Jahre lang meine yogischen Abenteuer beschrieben und illustriert hatte, fragte mich ein Freund, für wen ich denn all diese Aufzeichnungen machte? Ich: "Na, für mich!" Er: "Nein, ich glaube, die sind für zukünftige Schüler!" Und da fiel bei mir der sprichwörtliche Groschen: natürlich, nichts wollte ich lieber tun, als Yoga weiterzugeben!

 

Dabei ist es geblieben, und das Tagebuch bleibt weiterhin eine große Hilfe bei der Zusammenstellung meiner Yogastunden. Dazu gebe ich weiter unten noch ein paar Tipps.


Chronik deiner Glückseligkeit

 

3 Tipps für dein Yoga-Tagebuch

 

 

 

Tipp N°1: Richte dich schön ein


Ein Tagebuch ist das papierene Zuhause deiner Glückshormone. Und deshalb muss es deine Augen zum Leuchten bringen, wenn du nur daran denkst. Der erste Tipp mag zu offensichtlich klingen, um ihn zu erwähnen. Aber eine erstaunliche Menge Menschen versagt kläglich darin, es sich selbst schön und angenehm zu machen.

 

Deshalb: wähle das Format, das dir Freude macht. Wenn das kratzende Geräusch einer Feder auf Papier keine Glücksgefühle in dir auslöst, dann wird ein klassisches Tagebuch nicht der Bringer für dich sein. Und neben dem Format entscheidest natürlich auch DU, wie oft du zum Tagebuch greifst.

 

Vorschläge für ein Yoga-Tagebuch:

  • Fotografisch: ein Schnappschuss, gepaart mit der Erkenntnis des Tages, ist eine unkomplizierte Form des Tagebuchführens. Du kannst das Fotobuch privat anlegen, mit einer App, als Blog, auf Instagram...
  • Musikalisch: Mixtape-Nostalgie! Erstelle eine Playlist, die alles auf den Punkt bringt, was du niemals in Worte fassen könntest. Außer du gehörst [wie Alanis Morrisette in einem Interview beschrieb hat] zu den Hochgeschwindigkeitskomponisten, für die ein neues Lied so lang braucht wie eine kurze Email. Dann beglücke uns mit autobiografischer Yogamusik. Danke!
  • Verbal: Dichter und Jammer, Jodler und Sänger... wenn du Freude daran hast, die Muse des Augenblicks in Worte zu kleiden, bitteschön: Tonband an und gehtscho!
  • Malerisch und kreativ: das ist die Luxusversion des Papiertagebuchs und die beste Gelegenheit, den Glitzer-Kleber einzusetzen, für den sie dich im Büro belächelt haben. Du kannst kleben, schnipseln, übermalen und was dir sonst noch Spaß macht. Ich habe zum Beispiel die Kataloge zweier Versandhäuser nur deshalb abonniert, weil mir die Fotostrecken Nachschub für sechs Monate Kollagen liefern (siehe oben!)


 

Tipp N°2: Setz die rosa Brille auf


Auch schriftliches Festhalten ist eine Form des Fest-Haltens. Deshalb ist das Klischee des Tagebuchschreibens - also jene trübsinnig-romantischen Ergüsse, zu denen wir in depressiven Phasen neigen - eine der besten Möglichkeiten, sich das Leben gründlich zu vergällen. Regelmäßiges Festhalten von Misslingen, Trauer und Mangel kann sogar zu Kopfschmerzen, Schlafmangel und Verdauungsstörungen führen.*

Als ehemalige Chronistin des Verderbens weiß ich, wovon ich schreibe. Ich griff über Jahre hinweg nur dann zu Stift und Papier, wenn es mir schlecht ging. Und dann ging es mir plötzlich schlecht, wenn ich nur zum Stift griff. Vor 3 Jahren habe ich mich deshalb für einige Zeit selbst auf eine Schreib-Diät gesetzt.

 

Mittlerweile achte ich darauf, auch in dieser nichtöffentlichen Form der Kommunikation selbstverantwortlich und respektvoll zu bleiben. Dazu gehört, einen Eintrag mit einem klaren Ziel vor Augen zu beginnen. Zum Beispiel, meinen Blick für eine elegante Lösung zu öffnen, oder das zu stärken, was ich tatsächlich erleben will.

 

Vorschläge für Yoga-Einträge:

  • Sei stolz auf dich. Halte alle Fortschritte fest, die dir auffallen. Verlängern sich durch Yoga dein Atem, dein Geduldsfaden, deine Beinrückseiten?
  • Zähl deine Segnungen. Was hat dich in dieser Einheit aufgemuntert, berührt, inspiriert? Eine Aussage? Ein Bild? Ein Klang?
  • Lerne. Was hast du gelernt, das dir Freude macht? Eine Haltung? Einen anatomischen Trick? Einen neuen Assist? Ein neues Wort? Eine neue Sequenz? Eine neue Wortwahl?
  • Genieße. Beschreibe, was sich jetzt köstlich anfühlt. Wohlig. Ekstatisch. ... Sei so spezifisch wie du kannst, dein Hormonhaushalt wird es sich einprägen!
  • Verwandle. Wie hat sich deine Sicht eines Problems verändert? Was erkennst du jetzt? Wie möchtest du nun handeln oder entscheiden?
  • Trau dir. In welchem Augenblick hast du deinem Gespür vertraut; ganz dein Ding gemacht? Wie war das so?
  • Wachse. Was ist die wichtigste Erkenntnis, die du mitnehmen möchtest?




Tipp N°3: Baue Brücken in den Alltag

Für Yoga-Lehrer & Yoga-Schüler


Auf unserem individuellen Yoga-Abenteuer ist es immer wieder ein Balanceakt, der eigenen inneren Autorität zu vertrauen und zugleich Anleitung von Außen anzunehmen. Egal welchen Stellenwert Yoga für dich momentan hat: ein Tagebuch kann dir zeigen, dass hinter deiner Entwicklung eine eigene Intelligenz am Werk ist, die dir im exakt richtigen Tempo neue Erfahrungen eröffnet.

 

Ein Yoga-Tagebuch kann also eine Brücke bauen: zwischen den manchmal diffusen Konzepten des Yoga und deinen alltäglichen Beschäftigungen.

 

Als Yogalernende hat mir das Tagebuchführen einen roten Faden offenbart, der sich durch meine individuelle Yogageschichte zu ziehen scheint. Ich erkenne Fortschritte und Veränderungen und habe die Möglichkeit, all diese neuen Erfahrungen in mir zu verankern.

 

Zum Beispiel fällt mir durch das Schreiben auf einmal auf, dass ich inmitten der Alltags-Stürme immer wieder auf "Glücklichsein" umschalte. Oder dass ich innigere und tiefere Beziehungen erlebe. Oder ein berufliches Problem gelassener und klarer angegangen bin als sonst. Oder ich merke auf einmal, dass ich lang nicht mehr so schnell aus der Puste komme. Sobald ich es "festhalte" und mir vor Augen führe, wird es realer.


Als Yogaunterrichtende fische ich immer wieder einmal neue Inspiration aus den Tagebuchseiten. Meine Lehrer haben mir vorgelebt, dass wir am Besten weitergeben, was wir selbst erlebt haben.  Daher notiere ich neben interessanten Anregungen anderer Lehrer besonders gerne, was mir während des Übens so einfällt und auffällt: anatomische Besonderheiten, bestimmte Worte oder Beschreibungen, Übungsabläufe, Begriffe aus der Philosophie die ich besser verstehe, wie sich meine Stimmung verändert und was mir sonst noch alles auffällt ... In einem Tagebuch der persönlichen Praxis sehen wir allmählich, WIE VIEL Können, Wissen und Kompetenz bereits in uns steckt.

 

Für Lehrer bringt das Tagebuchschreiben noch einen Bonus: es hilft uns, unsere eigene Sprache zu entwickeln. Wenn wir immer wieder beschreiben, was in unserem Körper und Geist vor sich geht, entwickeln wir mit der Zeit einen abwechslungsreichen Wortschatz, aus dem wir im Unterricht schöpfen können.

 

Vorschläge, wie aus Yogamachen Yogaleben wird

  • Die Philosophie beleben: Schnapp dir ein Konzept oder Wort aus der (Yoga-)Philosophie, das dir für dein jetziges Leben passend erscheint.
    Beispiele wären: die Yamas und Niyamas, essentielle yogische Eigenschaften, die in Patanjalis Yoga-Sutra beschrieben sind. Aber auch andere Begriffe, die nicht direkt an Yoga gebunden sind, zum Beispiel: Anmut. Ehrlichkeit. Kraft.

    Schreibe/zeichne/sprich 10 Minuten lang darüber. Ohne Zensur, ohne Korrektur:
    Was zieht dich an diesem Wort an? Was daran erscheint dir rätselhaft? Wie würdest du diesen Zustand beschreiben, wenn du ihn jetzt erleben würdest? Wann hast du ihn als Letztes erlebt? Welche Körperhaltung verkörpert dieses Wort für dich?

    Diese "Philo-Jams" machen aus sperrigen Begriffen DEIN Yoga. Du kannst sie heranziehen, wenn du Stunden vorbereitest oder nach ganz neuen Unterrichtsideen suchst.

  • Spurensuche: Fange die Stimmung deiner liebsten Haltung in deinem Tagebuch ein.
    Dann suche im Alltag nach derselben Stimmung. Zum Beispiel an Plätzen, mit bestimmten Menschen, bei bestimmten Tätigkeiten. Das baut Brücken von der Matte in den Alltag.

  • Samen der Achtsamkeit: Zuerst lehrt uns Yoga, dass wir eine Wahl haben: ob wir denken oder uns denken lassen, fühlen oder uns fühlen lassen, ganz da sind oder ferngesteuert durch den Tag gehen.
    Dann lehrt uns Yoga, diese Wahlmöglichkeit auch zu nutzen. Das ist die große, kleine Kunst der Achtsamkeit: es einfach zu tun und achtsam zu sein.

    Jede einzelne Entscheidung sät den Samen für einen Zustand, in dem wir in Kontakt sind mit unserer eigenen Freude am Da-Sein: YOGA. Oder, anders gesagt, wir säen täglich die Samen für ein gutes, ein goldenes Leben.
    Genau wie Samen wirken auch unsere Entscheidungen manchmal verschwindend klein.
    Notiere 3 bewusste Entscheidungen für ein gutes Leben, die du heute getroffen hast.
    Das hilft dir zu sehen, dass Yoga allmählich tatsächlich dein Leben verändert.

 

*Siehe: http://www.welt.de/wissenschaft/article5573899/Tagebuchschreiben-kann-krank-machen.html

 

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