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Yoga zuhause, Teil 2 ~ Tipps für Deine Homepractice. Dranbleiben und Inspiration finden.

Yoga zu Hause: 4 Tipps für deine Homepractice
Yoga zu Hause: Über Initiation, Ausdauer und knöpfedrückende Äffchen.

Er ist ein Initiationsritual: Der Entschluss, Deine Yoga-Praxis zu hause zu entwicklen. Mit diesem Beschluss begibst Du Dich in die Hände Deines wahren Gurus: Deiner Intuition. Es ist eine Reise, die nicht nur Deinen Körper verändern wird, sondern auch das Vertrauen in Dich selbst, Deinen Selbstwert und Deine Wahrnehmung.

 

In dieser Serie teile ich mit Dir, was ich zu Beginn meiner Homepractice selbst gerne gewusst hätte. In Teil 2 sprechen wir über die richtige Mischung aus Beständigkeit und neuer Inspiration und die Kraft des inneren, knöpfedrückenden Äffchens.


Sadhana: Initiation in Dein Yoga

Du fühlst, dass die Zeit für Dein Sadhana (Persönliche Praxis) gekommen ist? Gratulation! Du bist bereit, ins nächste Stadium Deiner Entwicklung überzugehen. Um dieses Tor zu durchschreiten, braucht es keine Erlaubnis einer äußeren Instanz, sondern nur Deine Bereitschaft, Deiner inneren Stimme zu folgen.

 

Teil 1: Eine Homepractice entwickeln

 

Übrigens ist es egal, ob Du ganz klassisch Yoga übst, meditierst, oder ob Dein Sadhana darin besteht, zu schreiben, bewusst mit Deinem Kind zu spielen, oder ein Instrument zu lernen. Dein Sadhana hält viele Geschenke fürs tägliche Leben bereit:

  • Eigenständigkeit: Du bist in der Lage, Fokus und Absicht auch ohne fremde Anleitung zu halten und zu lenken. Deine äußeren LehrerInnen sind nun eine Bereicherung, keine Krücke.
  • Selbstvertrauen: Du traust den Signalen Deines Körpers und Deiner Intuition.
  • Erfolg: Du machst die Entdeckung, dass mit kleinen, geduldigen Schritten praktisch alles möglich wird!

Frage Dich: Warum möchtest Du ein Sadhana? Welche Hürden sind zu erwarten? Und was wird es Dir fürs tägliche Leben bringen, diese Herausforderungen zu meistern?

"Wie bleibe ich dran?"

Yoga zu hause: Fortschritts-Post-it

In Teil 1 findest Du Tipps, wie Du die passende Homepractice auswählst und beginnst. Jetzt stellt sich die nächste Frage: Wie bleibst Du dran?

 

Bestimme Absicht und Zeitraum

Es ist keine bahnbrechende Neuigkeit: Wenn Du weißt, wofür Du etwas machst, machst Du es auch eher. Wenn Du ins Blaue hinein und mit hehren Erwartungen eine neue Gewohnheit etablierst, verpufft Deine Begeisterung recht schnell. Am Ende glaubst Du gar, dass Du kein Durchhaltevermögen besitzt. Dabei hattest Du einfach nur kein lohnenswertes Ziel, an das Dich Dein Durchhaltevermögen hätte tragen können.

 

Wähle also einen Zeitraum, zum Beispiel 21 Tage, einen Mond-Zyklus oder eine Jahreszeit. Gib diesem Zeitraum ein Motto, das Dich wirklich (!) interessiert. Welcher Übung, welcher geistigen Qualität, welcher Frage möchtest Du Dich in dieser Phase widmen?

Das Tolle an dieser Herangehensweise ist, dass sie Dein ganzes Leben zu einem Spiegel Deiner Entwicklung macht. Du wirst in allen Alltagssituationen Zeichen und Hinweise entdecken, die perfekt zu Deiner Homepractice passen!

 

Meditation: "Sankalpa. Deine wahre Absicht finden"

 

 

Knöpfchendrücken für Yogis: Aktiviere Dein Belohnungssystem

Ich kenne einen Software-Entwickler, der sich selbst eine App gebastelt hat, um sich zum regelmäßigen Wassertrinken zu bewegen. Die App erinnert ihn daran zu trinken und wenn er sein Glas geleert hat, darf er einen Knopf drücken. Das Ganze klingt vielleicht absurd, aber es ist genial einfach.

 

Unser Gehirn ist begeistert von solchen Belohnungsspielchen, selbst wenn sie so einfach sind, wie Knöpfchendrücken. Nicht selten wird uns eher die Tatsache anspornen, dass wir hinterher ein Knöpfchen drücken können, als der Gedanke an all die langfristigen Vorteile. Ich selbst verdanke meine langjährige Yogapraxis hauptsächlich dem kleinen, knöpfchendrückenden Äffchen in mir. Ich gebe ihm einfach regelmäßig neue Buttons, die es betätigen darf, wenn ich etwas getan habe, das gut für mich ist.

  •  3 Kronen für 1 Yoga
    So habe ich ganz zufällig begonnen, mir eine regelmäßige Yogapraxis aufzubauen. Damals lebte ich in Schweden und beschloss, für jede Yoga-Einheit, die ich machte, 3 Kronen (ca. 30 Cent) in ein Glas zu werfen. Es kam gar nicht so selten vor, dass mich lediglich der Gedanke an das befriedigende Klirren der Münzen dazu motivierten konnte, auf die Matte zu gehen. Hinterher war ich natürlich doppelt froh. Erstens, weil Yoga toll war. Zweitens, weil: "Klingling!"

  • Das Fortschritts-Postit (siehe Foto)
    Diesen Einfall hatte ich, als ich mein erstes 40-Tage-Sadhana ausprobieren wollte. Da ging es nicht darum, möglichst regelmäßig Yoga zu machen, sondern täglich, 40 Tage am Stück, das selbe Programm zu üben. Die Übungsreihe die ich wählte, war der Aura gewidmet (hier mehr darüber). Also malte ich auf ein Post-It eine Gestalt mit einer Aura aus 40 kleinen Feldern. Die durfte ich, richtig geraten, nach jedem Yoga-Tag ausmalen. Das Post-It begleitete mich in meinem Kalender und erfreute mich mit seiner wachsenden Buntheit. Heute klebt es als Erinnerung an dieses tolle Erlebnis in meiner Yoga-Ecke.

Es gibt unendliche Möglichkeiten, Dein Belohnungssystem zu nutzen, um Dich zur Regelmäßigkeit zu motivieren.

 

 

Hast Du Dein eigenes "Knöpfchen" gefunden? Inspirier' uns damit in den Kommentaren!

"Wo finde ich neue Inspiration?"

Macht Dir Yoga keine Freude mehr? Dann ist es Zeit für neue Inspiration. Zuvor kannst Du Dich fragen:

 

Bist Du eine treue Seele oder ein flatterhafter Schmetterling?

 

Als treue Seele hast Du die Tendenz, eine Sache gewissenhaft durchzuziehen, wenn Du Dich einmal dazu entschlossen hast. Von der Vorstellung, beim Yoga mal fünfe grade sein zu lassen und Dein Programm für eine Wochen zu unterbrechen, bekommst Du einen Schweißausbruch. Als flatterhafter Schmetterling hingegen fühlst Du schon Langeweile, wenn Du zweimal hintereinander das selbe tust. Die Vorstellung, beim Yoga ein wenig konsequenter zu sein und eine Zeitlang die selben Übungen zu machen, ist Dir äußerst unbehaglich.

 

Natürlich ist keiner dieser Pole falsch. Doch beide haben unterschiedliche Inspirations-Bedürfnisse.

 

Was bist Du?

Neue Inspiration für Schmetterlinge

Yoga zu hause: Neue Inspiration finden

Hat Dein Inspirations-Problem hauptsächlich mit der schnell einsetzenden Langeweile zu tun? Ich verstehe Dich so gut! In mir steckt auch ein Schmetterling. Aber unser flatterhafter Abenteurergeist ist eine Stärke, die dabei helfen kann, Tiefe und Beständigkeit zu entwickeln.

 

Probiere einmal, für zwei Wochen bei einem Programm zu bleiben und neue Inspiration darin zu finden, das Neue im Bekannten zu entdecken.

 

Das Neue im Bekannten entdecken

Eine wichtige Erkenntnis für mich war, dass sich zwar die Yoga-Techniken nicht ständig erneuern, sondern ich! Mich inspiriert die Beobachtung, wie der Alltag meine Yogapraxis prägt. Die Haltungen sind immer die selben, aber Bedürfnisse, Energie und Gedanken machen daraus immer wieder ein neues Erlebnis.

 

Du kannst mit einem Yogatagebuch neue Nuancen finden, Deinen Übungsplatz ins Freie verlegen, den Schwerpunkt innerhalb Deiner Yogareihe verlagern, oder mit Freunden üben, ...

Neue Inspiration für treue Seelen

Yoga zu hause: Neue Inspiration finden

Ist Deine Yogapraxis gewissenhaft, routiniert und ein bisschen blutleer? Auch das kenne ich gut. Nach meinen Anfangszeiten als wilder Schmetterling habe ich die Freuden der Beständigkeit kennen gelernt. Und damit auch die Tendenz der treuen Seelen, sich zu sehr an jene Techniken zu binden, die einmal (irgendwann einmal) Freude und Fortschritt gebracht haben. Vielleicht ist es Zeit, fremdzugehen?

 

Kein Yoga ist auch Yoga

Der Achtsamkeitslehrer Jon Kabbat-Zinn schreibt, dass auch Nicht-Üben Teil des Übens ist. Hast Du schon einmal bemerkt, wie herrlich es ist, nach einer Krankheit wieder zum Yoga zurückzukehren? Mit diesem neuen Abstand erlebst Du alles ganz neu und weißt wieder, was Dich am Yoga so begeistert.

 

Häng' alle Techniken für eine Weile an den Nagel und integriere die Yoga-Prinzipien in andere Tätigkeiten. Ein "richtiger" Yogaweg hat nicht mit speziellen Übungen zu tun, sondern mit Deiner Einstellung. Der meditative Fokus auf Atem, Gedankenströme und Bewegung lässt sich praktisch in jede Beschäftigung integrieren. Probiere Dich auf Gebieten aus, die Du als "unyogisch" vernachlässigt hast!

Ich wünsche Dir Inspiration und Ausdauer auf all Deinen Wegen,

Susanna

 

Teil 1: Eine Homepractice wählen und beginnen


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